Erstes Affiliate Produkt: Digitale Produkte oder Dienstleistungen?
Erstellt von Jürgen Grosser · Lesezeit 5 Minuten · 03. September 2026
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Als ich mein erstes Affiliate-Produkt ausgewählt habe, stand ich vor einem Regal voller Möglichkeiten – und hatte keine Ahnung, wo ich anfangen sollte. Digitale Kurse, Software-Tools, Coaching-Angebote, Dienstleistungen. Alles klang vielversprechend, aber welches davon würde mir als Anfänger wirklich die ersten Provisionen bringen? Ich habe damals falsch gewählt und Wochen investiert, bevor ich gemerkt habe, dass ich gegen eine Wand laufe.
Heute weiß ich: Die Frage ist nicht, welches Produkt die höchste Provision zahlt, sondern welches zu deiner Situation passt – besonders am Anfang, wenn du noch keine E-Mail-Liste hast, keine Reichweite und vielleicht nur ein paar Stunden pro Woche.
Warum die Wahl deines ersten Produkts über Erfolg oder Frust entscheidet
Dein erstes Affiliate-Produkt ist nicht irgendein Produkt. Es ist dein Testfeld, deine Lernumgebung und im besten Fall dein erster Beweis, dass das Ganze funktioniert. Wenn du hier falsch wählst, verlierst du nicht nur Zeit – du verlierst vor allem Motivation. Und gerade die brauchst du, wenn die ersten Wochen kommen, in denen gefühlt gar nichts passiert.
Die meisten Einsteiger suchen nach dem Produkt mit der höchsten Provision. Das klingt logisch, ist aber ein Trugschluss. Ein Produkt, das dir theoretisch hohe Provisionen bringt, ist wertlos, wenn du es nicht verkaufen kannst. Viel wichtiger ist: Kannst du glaubwürdig darüber sprechen? Ist die Zielgruppe einfach zu erreichen? Und vor allem: Vertraust du dem Produkt selbst?
Digitale Produkte: Der Klassiker für Einsteiger
Digitale Produkte – also E-Books, Online-Kurse, Software, Mitgliedschaften – sind aus gutem Grund der häufigste Einstieg ins Affiliate-Marketing. Sie haben ein paar entscheidende Vorteile, die dir gerade am Anfang das Leben leichter machen.
Erstens: Sie sind sofort verfügbar. Kein Versand, keine Wartezeit, keine physische Logistik. Jemand klickt auf deinen Link, kauft, und die Provision wird gutgeschrieben. Das macht den Prozess schnell und messbar.
Zweitens: Die Provisionen sind oft höher als bei physischen Produkten, weil keine Produktionskosten anfallen. Bei manchen digitalen Produkten liegen die Provisionen zwischen dreißig und fünfzig Prozent – manchmal sogar mehr.
Drittens: Viele digitale Produkte haben eine niedrige Einstiegsschwelle. Ein E-Book für zwanzig Euro ist leichter zu verkaufen als ein Coaching für mehrere hundert Euro. Das hilft dir, schneller erste Erfolge zu sehen.
Aber – und das ist wichtig – digitale Produkte haben auch einen Haken: Der Markt ist voll. Wenn du einen Online-Kurs zum Thema Abnehmen oder Geld verdienen bewirbst, konkurrierst du mit Tausenden anderen Affiliates. Das heißt nicht, dass es nicht funktioniert. Aber du brauchst einen Winkel, eine Perspektive, die dich unterscheidbar macht.
Dienstleistungen: Unterschätzt, aber kraftvoll
Dienstleistungen als Affiliate-Produkt zu bewerben, denken viele gar nicht erst mit. Dabei können sie gerade für Einsteiger eine clevere Wahl sein – wenn sie richtig gewählt sind.

Gemeint sind zum Beispiel: Webhosting, E-Mail-Marketing-Tools, Design-Services, virtuelle Assistenten oder spezialisierte Beratungen. Viele dieser Anbieter haben Affiliate-Programme, die monatliche wiederkehrende Provisionen zahlen. Das bedeutet: Einmal vermittelt, verdienst du jeden Monat mit – solange der Kunde bleibt.
Der große Vorteil: Dienstleistungen lösen oft konkrete, dringende Probleme. Jemand braucht eine Website, also braucht er Hosting. Jemand will Newsletter versenden, also braucht er ein E-Mail-Tool. Das macht die Bewerbung einfacher, weil du nicht erst ein Bedürfnis wecken musst – es ist schon da.
Der Nachteil: Dienstleistungen erfordern oft mehr Erklärung. Du musst zeigen, warum gerade dieses Tool, warum dieser Anbieter. Das funktioniert am besten, wenn du selbst Erfahrung damit hast oder zumindest glaubwürdig darüber sprechen kannst.
Was du wirklich als erstes Affiliate Produkt brauchst
Lass mich ehrlich sein: Die Frage ist nicht „digital oder Dienstleistung", sondern „womit komme ich ins Tun, ohne mich zu überfordern?"
Hier ist, worauf es wirklich ankommt:
Ein Produkt, von dem du überzeugt bist
Du musst nicht jedes Detail kennen, aber du solltest dahinterstehen können. Wenn du selbst Zweifel hast, spürt das dein Leser. Und dann kauft er nicht.
Eine Zielgruppe, die du verstehst
Du musst kein Experte sein, aber du solltest die Probleme und Fragen deiner Zielgruppe kennen. Wenn du selbst mal in der Situation warst, umso besser.
Ein einfacher Einstieg
Wähle am Anfang kein Produkt, das stundenlange Webinare oder komplizierte Verkaufsprozesse braucht. Suche etwas, das du in einem kurzen Blogartikel, einem Social-Media-Post oder einer einfachen E-Mail empfehlen kannst.
Messbare Ergebnisse
Du willst sehen, was funktioniert. Wähle also ein Produkt mit einem Affiliate-Programm, das dir klare Statistiken liefert: Klicks, Conversions, Provisionen.
Der häufigste Fehler: Zu kompliziert starten
Ich sehe es immer wieder: Einsteiger wählen ein Produkt mit fünfstufigem Funnel, komplizierten Landingpages und einer Zielgruppe, die sie nicht verstehen – nur weil die Provisionen hoch sind.
Das Ergebnis: Frust. Weil nichts passiert. Weil sie nicht wissen, wo das Problem liegt. Weil sie aufgeben, bevor sie überhaupt gelernt haben, wie Affiliate-Marketing funktioniert.
Mach es anders: Wähle ein Produkt, das du in einem einzigen Satz erklären kannst. Ein Produkt, bei dem du weißt, wer es braucht und warum. Ein Produkt, bei dem du nicht erst ein halbes Marketing-Studium brauchst, um es zu bewerben.
Ein einfaches Beispiel: Angenommen, du schreibst über den Einstieg ins Online-Business. Dann ist ein E-Mail-Marketing-Tool eine bessere Wahl als ein hochpreisiges Coaching-Programm. Warum? Weil jeder, der ernsthaft startet, früher oder später ein solches Tool braucht. Du löst ein echtes, unmittelbares Problem – und genau das macht den Verkauf einfacher.
Was du diese Woche konkret tun kannst
Setz dich nicht unter Druck, das perfekte Produkt zu finden. Aber triff eine Entscheidung.
Such dir ein Affiliate-Programm, das zu deinem Thema passt. Schau dir die Verkaufsseite an. Frag dich: Würde ich das selbst kaufen? Verstehe ich, wer das braucht? Kann ich das in drei Sätzen erklären?
Dann schreib einen kurzen Text darüber. Keinen Werbetext, sondern eine ehrliche Empfehlung. Was löst das Produkt? Für wen passt es? Was hat dich überzeugt?
Veröffentliche diesen Text – als Blogartikel, als Social-Media-Post, als E-Mail, egal wo. Hauptsache, du fängst an. Denn die erste Provision kommt nicht vom perfekten Produkt, sondern vom ersten Schritt.
Du brauchst keinen perfekten Start, sondern einen echten
Die Wahrheit ist: Dein erstes Affiliate-Produkt wird wahrscheinlich nicht dein letztes sein. Vielleicht wirst du es nach ein paar Monaten wechseln, weil du gemerkt hast, was besser zu dir passt. Und das ist völlig in Ordnung.
Wichtig ist nur, dass du anfängst – mit einem Produkt, das du verstehst, das du empfehlen kannst und das dir den Einstieg leicht macht. Digitale Produkte oder Dienstleistungen? Beides kann funktionieren. Die Frage ist nur, was zu dir passt.
Wenn du Schritt für Schritt lernen willst, wie du dein erstes Affiliate-Produkt findest und bewirbst, ohne dich zu verzetteln, kann dir ein strukturierter Einstieg helfen. Eine Möglichkeit dafür ist das Hidden Cash System – es richtet sich speziell an Einsteiger, die ohne Vorkenntnisse starten wollen.
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